Montag, 30. November 2015

die schiffnerin im mutterhaus - bevor das haus 59 entstand, hab ich mich da extrem geborgen gefühlt. alles schien überschaubar zu sein. zumindest war es hellhörig, so ganz ohne hydrauliktüren, stattdessen über den waschbecken fenster, sodass du reinschauen konntest. riesenfenster hinaus in die Stadt. und ein umlaufender balkon. penthouse hieß das später. bloß das riesenrad nebenan nervte. die vogelwiese zog dann auch weg. der fußboden war gesprenkelt wie schwarzer granit. irgendwas zusammengerührtes und breitgestrichenes. überall wanduhren. und diese spillrigen türen, die du gar nicht richtig zuknallen konntest, weil sie viel zu leicht waren, um irgendein ernstzunehmendes geräusch zu verursachen. überall zog es rein. trotzdem gab es selbst im hochsommer in der septischen chirurgie keine fliegen. die mögen wahrscheinlich keine ameisensäure.

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