Sonntag, 20. März 2016

20.3. um 00:17 Flüchtlingsdebatte: Bewerbungsrituale haben etwas Archaisches. Daran ändert auch eine dazu vorgenommene Selbstbeschädigung wenig. Ich weiß noch, wie mir vor gefühlten zwanzig Jahren ein Flüchtling sagte, dass er meine letzte Chance sei. Er war allerdings kein Rettungsstellenchef, sodass ich seine Ankündigung nicht ernst nahm. Immerhin habe ich viel Zeit für mich selbst dadurch gewonnen, auch Zeit in der ich lernte abzuschalten um weniger schnell zu altern als mein Gegenüber.

20.3. 2016 um 01:19 Scham / die eigene müdigkeit zu übersehen

14.1. 2016 um 00:43 Stille / ich traue nicht mir die zähne zu putzen, weil ich dann meine augenringe sehe. schon wenn ich daran denke, pfeift es in den ohren. das gespräch heute auf dem arbeitsamt war um größenordnungen schlimmer als das mit albrecht wegen der teilzeitarbeit während der facharztausbildung. sie befürchtet, dass bildungsträger abspringen, wenn ich mich wegen teilzeitarbeit an ihre aufsichtsbehörde wende, weil sie das bildungsangebot nicht anders erwirtschaften könnten. ich hab selten so viel gleichgültigkeit bei einem gegenüber erlebt. ich bin ihr scheißegal, so egal, dass ich mich sogar ausweisen musste, um das arbeitsamtsgebäude betreten zu dürfen. sie weiß genau, dass sie mich gerade vernichtet. faschismus muss sich genauso anfühlen. es schien ihr einen inneren genuss zu bereiten mir zu versichern, dass es dabei für mich um die endgültig letzte chance ginge, wer auch immer ihr das recht gibt, das so zu entscheiden. ich hab jetzt also kennengelernt, wie es ist, wenn sie mich abgrundtief hasst, ich aber gleichzeitig von ihr abhängig bin. meine partnerin vom psychosozialen trägerverein warnte mich daraufhin mich nochmals an die bürgerbeauftragte des sächsischen sozialministeriums zu wenden. beide - die ptv-vertreterin und die arbeitsvermittlerin - sehen im beispringen des vertreters der rentenversicherung von seiten des sozialministeriums dann ein indiz dafür, dass ich nicht belastbar, also krank bin. es gibt niemanden, der ein tatsächliches interesse daran hat, dass ich in teilzeit das telelearning zum online-redakteur mache. niemanden außer mir. es ist ein traum, den ich zwar schon seit 1997 träume, der aber allen anderen gleichgültig ist. das zu begreifen macht müde, mindestens so müde wie sex mit einem realen menschen. es ist quälend.

4.9. 2004 um 21:58 Chancenvergeber / http://www.gfmer.ch/Activites_internationales_Fr/Images/Burkitt.jpg das recht am eigenen bild nimmt sich jeder. pass gut auf dich auf.

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