Dienstag, 19. Juli 2016

meine jugendliebe, nachdem professor flimmrich daran schuld war, dass mein kinderzimmer brannte, das ganz regungslos überging und einfach weitersendete. durch seine blöde sendung begriff ich nicht mal, warum das zimmer mittags nachtschwarz blieb, obwohl ich das licht angeknippst hatte. irgendein ein russischer märchenfilm muss das gewesen sein, mit babajaga oder der schönen wassilissa oder beiden. was mich bis heute irritiert, ist dass mutter vater auf arbeit erreichte, obwohl es samstag war. sie rief erst vater an, dann die feuerwehr. als die eintraf, war der brand längst gelöscht. so viel zu den zehn minuten maximale wartezeit auf löschzüge in den 1960-ern. dass ich dann jahre später an einem ersten april als geburtstermin den sandmann genannt bekam, verwirrte mich ebenfalls: offensichtlich stand im schwesternzimmer ein fernseher, sodass die sandmannmelodie mein presswehengeschreie übertönte. was genau die hebammen da gesehen haben, müsste ich rauskriegen können. irgendein archiv spuckt die sendung bestimmt aus. dass ich mich dann auch sandfrau schimpfen lassen durfte und den astrup entgegennehmen musste, ging aber zu weit. 1. april ist eben hart. dass danach die schmerzpumpe und die periduralanästhesie im kreißsaal den siegeszug antraten, war mir egal. ich wollte auf den quadratmetern so selten wie möglich auftauchen. schmerz trennt welten. auf jeden fall hebammen und anästhesisten. parasozialer geht kaum als diese zwangsehe zwischen urgentemergentcoachIn und alleshatzeitwennestatsächlichwichtigist-philosophie der permanentverbratenen. das erste was ich nach der geburt vorort lernen musste war der maximalcountdown von fünf minuten zwischen maskeaufsetzen und nabelschnurabbinden sowie die zehn minuten vom telefonklingeln bis zur unterschriebenen einwilligung zwecks maske etc. unabhängig von der traumtiefe aus der dich das klingeln herausriss und der stadtgehabten mahlzeiten resp. des magenfüllungszustandes der kreißenden. es hat was vom gang durchs minenfeld bei chronischem durchfall. bescheuert. es gibt nichts bescheuerteres als eine hebamme, die ontop entscheidet dass operiert werden muss. wenn du schon mal eine kampfziege erlebt hast, ähnelt die nicht im geringsten dem was dich erwartet, wenn eine hebamme das feld räumen muss. 1. april ist blöd und bleibt blöd.

#parasozial

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