Freitag, 10. September 2021

20:51 das bedauere ich sehr. ich war 1990 im erziehungsurlaub und hab zu chronischem schmerz recherchiert, um andeutungsweise das zu begreifen, was ich während des theoretischen jahres erlebt hatte. ich hatte die aufgabe im ganzen krankenhaus als exemplarischer zentraler medizinischer einrichtung nach schmerz zu fahnden. ich hatte nie jemanden gefragt, ob ws weh tut, da ich auch nie gefragt wurde, ob mir was weh täte. ich sah das als übergriff und negativsuggestion an. insofern war es schon ein hammer. ich musste auch erst lernen, dass schmerz und einsamkeit eine einheit bilden und dass du als frau erst anhand des verletzungsmusters einordnen kannst, dass das grad zwar lieb gemeint war, der sex aber trotzdem in endometriose nmündete. allein merkst du das danach. dann ist der honigmond das nächste mal automatisch verhangen und du überlegst, wie wichtig dir nähe überhaupt war. wenn männer dann reklamieren, dass du deine körpergrenzen nicht kennst, heißt das, dass invasivität offensichtlich etwas mit stolz zu tun hat. das dann als frau so zu deuten, mündet natürlich in schuldabwehr und infragestellen der wahrnehmung und irgendwelche rassentheoretischen einlassungen. da ich in der zeit in der chirurgie arbeitete und von den eigenen kollegen notoperiert wurde, fragte auch keiner, ob ich irgendwelche befürchtungen hätte, sondern nur, "frag wer schmerzen hat" als hausaufgabe, um das thema abzuhaken. ich war ziemlich durch den wind und konnte mit der frage nichts anfangen. es dauerte dann auch noch jahrzehnte, bis ich kapierte, was wir bedeutet und zwar konkret für mich.
21:50 Pokerface und es mutet normal an 🙁 Die Denke besagt: Erhöhen muss er begründen, Reduktion will verdient sein. Ich hab jetzt das erste Mal gesehen, dass in Auschwitz eine zweite Runde fällig wurde, wenn nicht alle sicher tot waren. Wenn das Gas abgeflutet war, tastete einer vom Personal die Menschen auf Vitalzeichen ab. Der war Arzt und hieß Kremer.

windows xp hätte eine bessere markteinführung verdient als durch irgendeine boingsinkflugsoftware eines übernächtigten hamburger ibmprojektmitarbeiters, so tiefgründig das informatikstudium dort auch sein mag. schon der chat im fachbereich ließ ahnen, dass blödeln dort heilsamer war als jedes hamsterrad. [tatsachenbehauptung oder bitteres geheimnis]

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