Dienstag, 10. November 2015

Seit einigen Monaten weiß ich, dass mein Ferritin erhöht ist, und mache Aderlässe, um den Gewebsumbau in mir zu entschleunigen.. Angeblich ist eine Gensequenz bei mir anders als bei anderen. Bei mir und bei Menschen in meiner Umgebung, die mir nahestehen ohne dass ich mit ihnen verwandt bin. Genetische Zwillinge. Vorher hatte ich mich gewundert, dass sooft der Blitz unmittelbar neben mir einschlägt, und es mir damit zu erklären versucht, dass das eben so ist, wenn sich der eigene Vater als kleiner Junge als Jagdflieger verheizen ließ. Ging euch das auch so? Auch so, dass es unmittelbar neben euch ständig kracht? Inzwischen lebe ich deshalb mitten in der Stadt, direkt neben einem Sendemast, da ich mich durch den hundertjährigen Eichenwald hinterm Haus nicht mehr geschützt genug fühle. Fuck your Fear ... Wie geht ihr damit um, dass ihr möglicherweise stärker geladen seid als eure Umgebung? Wohin flieht ihr dann? In die Demenz? Oder gelingt es euch trotzdem geradeaus, taktvoll, authentisch und unvoreingenommen zu bleiben?

Einerseits hatte Sigmund Freud seinerzeit zur Behandlung von Hysterie Aderlässe favorisiert, andererseits wurde die Thatcher als eiserne Lady bezeichnet. Beides zusammen war Anlass für mich mit der Diagnostik bis zur Menopause zuzuwarten, obwohl meine Geschwister beide Gensequenzen aufweisen, die gehäuft mit den als Hämochromatose zusammengefasst bezeichneten Organveränderungen einhergehen. Aber als ich nach einem Kernspintomogramm nach Kontrastmittelgabe einen Ferritinanstieg beobachtete, mit dem der Gadovist-Hersteller Bayer nichts zu tun haben will, obwohl das Schwermetall gern mit Ferritinanstiegen verknüpft wird und darunter sogar von der Entstehung regelrechter Ferritin-Nanokäfige im Hirn die Rede ist, die mit dem Schwermetall beladen werden, habe ich schon versucht, mir die Auswirkung elektromagnetischer Felder, resp. von Elektrosmog auf mein Befinden zu erklären. Im konkreten Fall hatte ich eine Extremverschlechterung des Kurzzeitgedächtnissses, die mich massiv beunruhigte, zumal es für mich abgesehen von der Sonnenfinsternis 1999 in München das erste Mal war, dass sich das mich umgebende Magnetfeld derart plötzlich und drastisch veränderte. Dadurch schätze ich Konstanten umso mehr, Konstanten wie sie das Grundrauschen der elektromagnetischen Felder in einer Stadt bietet. Nicht zuletzt deshalb wohne ich in dem Dresdner Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte, in dem es nicht derart eindrucksvoll wie in meiner vorhergehenden Wohnung am Waldrand ist, wenn in zwanzig Metern Höhe über mir minutenlang scheinbar planlos ein Helikopter kreist. Damals traten neben der auch unterhalb der Eichenwipfel lästigen Geräuschkulisse erhebliche elektromagnetische Störungen auf, während ich telefonierte. Wobei ich persönlich kein Problem mit Schnurlos-Telefon-Ortung habe, solange sich eine Kommunikation nicht auf die Ortung beschränkt, aber trotzdem seitdem auf die dabei entstehenden Feldstärken achte. Und damals waren die noch recht gewaltig. Spaßvögel stellten sogar Videos ins Netz, bei denen sie zwischen zwei Handys Eier gebraten haben. OK, um es kurz zu machen: Angst umreißt das, was mir im Zusammenhang mit Eisen und Gereiztheit durch den Kopf geht, wahrscheinlich noch am vollständigsten. Ich liebe den Zufall an sich, allerdings setzt er eine Mindestereignisdichte voraus, um ihn als solchen einordnen zu können. Ist die Anzahl der Variablen zu gering, erscheint ein Zusammenhang auch im Einzelfall gelegentlich als zwingend.

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