0:49 Das heißt eventuell aber auch, dass nicht jede Basisdokumentation den Adressaten erreicht. Das Intranet muss nicht unbedingt störungsarm sein. Mancher Zwischenfall landet in Zwischenspeichern oder wie auch immer der Chaosstapel der Chefsekretärin heißt, die dann dank Diktat die Sprache finden muss, die der Situation der Klinik gerecht wird. Oder ist das zu retro in dieser nerdigen Zeit gedacht? Ich hab schon bei der Charite gestaunt, dass der Rechtsmediziner jeden obduzieren wollte, in dessen Kontext das Stichwort COVID die Runde machte. Kodiert ist schnell. Aber dann ist es wie in jedem Haushalt: Hast du den Vorgang einmal kodiert, ist der Kontext Gesetz. Du findest ihn dann nur noch an diesem einen Ort. Er ist dann abgeschlossen. Da es im Intranet keinen Wühltisch gibt, ist das ein Datenstau, resp. Chaosstapel in Papierformat. Dabei ist auch zu bedenken, dass der Test nur eine Momentaufnahme ist und deshalb noch keine Aussage zur Dynamik zulässt. Dass der Keim in sterilem, leicht gesalzenem Wasser länger überlebt - gut gekühlt oder tiefgefroren sogar mehrere Wochen und Monate - erklärt vielleicht auch einen Teil der verwirrend positiven Testergebnisse, die dann am ehesten methodisch bedingt waren. Ist die Kalibration daran ausgerichtet, hast du zwingend keinen realen Nullwert sondern musst wie im restlichen Universum von Nachweisgrenzen ausgehen. Je zentralisierter die Erfassung erfolgt, umso systematischer wird dieser Fehler. Das macht den Chaosstapel der Sekretärin so unendlich kostbar. Denn der ist noch vergleichsweise dezentral.
Stalker 2:25 Mancher hat vier Räder zu viel. Verfolgungsjagd im Radio zu kommentieren, finden Bayern schick. Hoffentlich handelte der Verfolger nicht auf eigene Faust sondern im Rahmen seiner Berufshaftpflicht. Investigativrecherche ist manchmal etwas unübersichtlicher, als es ein Bericht ahnen lässt. Zwischen Hörertelefon und OpenDialogue steht die Vorratsdatenspeicherung. Verdammt, ich hab keine Lust zu transkribieren. Andererseits bin ich schon froh, dass Tilo Jung inzwischen auch zu lesen ist.
ALS im taz-Archiv zu suchen, ist fast so aufregend wie die #Winkelmannstory im #Sommer2020. https://t.co/j4JrIiwDLZ pic.twitter.com/dIDG7IsCdY
— Tine Salzer (@ChristineSalzer) December 23, 2020
Der #SSW-Sponsor hat mit #EUREST einen Cateringdienst im Haus, der Essen auf Restaurantniveau serviert.#Küchenschlacht pic.twitter.com/ieNV95SNda
— Tine Salzer (@ChristineSalzer) December 23, 2020
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