Dienstag, 22. September 2015

Mag sein, ich überhöhe die Rolle, die Nawid Peseschkian spielen könnte oder tatsächlich spielt. Aber ich setze tatsächlich eine große Hoffnung in sein Geschick, nicht zuletzt weil genau er es war, der mich am 11. September 2001 ansprach, als ich ganz verzweifelt war, und sich wie auch immer Dateien von meiner Festplatte in seine Mailbox verirrt hatten. Das war damals unser erster Kontakt. Vor lauter Respekt hatte ich mir nicht getraut, ihn auszubauen, obwohl ich seit Jahrzehnten Nossrat Peseschkian verehre. Nossrats Geschichten sind recht meditativ und lassen ohne jegliches Entwickeln von Schwere Wärme empfinden - ganz anders als bei den Jacobsonschen Entspannungsritualen, die ich mir zwischenzeitlich über die Jacobsonsche Drüse schönzudenken versucht habe, ohne diese Inbrunst und gleichzeitige Leichtigkeit zu spüren. Als Halsabschneider erlebt zu werden ist nicht schön, erst recht nicht, wenn die Konsequenz dann Halsabschneiden ist. Aber solange Abgrenzung einen derart hohen Stellenwert hat, werden wohl noch viele Schnitte erfolgen.

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