Montag, 26. April 2021

17:51 Ich finde die Frage liebevoll. Denn bereits durch die Narkose gehst du höhere Risiken ein, als sie Psychosomatik verursacht. Eine OP ist so heilsam wie eine unter KOtropfen verschlafene Vergewaltigung, nur dass du gegen das Eine strafrechtlich vorgehen kannst und das Andere vergüten musst. Wer behauptet, dass OP die einzige Lösung sei, hat seine Fantasie an der Garderobe vergessen. Andererseits sind Anästhesisten mit ihren Hinweisen so alltagstauglich wie der Feuerwehrmann bei der Globuliauswahl zum Strukturieren von Ritualen - die Hilflosigkeit auf zwei Beinen, gewohnt, dass das eigene Chaos im Job seltener auffällt als an der Supermarktkasse.

18:04 Entzündung und OP ist wie Obstschnitt im Hochsommer. Kann man machen, muss man aber nicht. Die Wundheilung erfordert optimale Drainage und die ist bei organerhaltender Resektion ohne Entzündung wahrscheinlicher. Anästhesisten sind selten Betreiber des Krankenhauses. Insofern würdest du also nicht mal mit der Tür ins Haus fallen, wenn du erst den Sekundanten und dann den Fleischer fragst.

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