Donnerstag, 30. November 2017

ein gästebett, das man hochkant stellen kann, wäre toll. es muss ja nicht gleich als raumteiler funktionieren. nur wenn es etwas mehr stabilität als 50jähriger schaumgummi hätte, wäre toll. andererseits funktioniert der schaumgummi. den zu diesem teil zu verschlimmbessern wäre toll. jedenfalls täte es mir körperlich weh, wenn ich mir vorstelle, dass dieses gute stück, auf dem ich mit sieben jahren meiner familie vom doppelstockbett aus die maiparade abgenommen hab, plötzlich mit westasche in berührung käme. 500 euronen bringt das holz heute, die mauritius unter den hochbetten. ok, irgendwann war der standort dann auch unbequem, zumal der raum keine drei meter hoch ist.
Leben mit Highheels: Das Schlimmste am ersten Kliniktag: Mich mit zarten 14 von dem Traum zu verabschieden, kratzfeste Nägel zu besitzen. Klopfschall hat was mit dem beklopften Medium zu tun und nicht mit dem Klopfer, forderte der Misanthrop, der mir später vorstand. Damit ging es schon nicht mal mehr darum, die Klaviertastatur zu schonen, sondern tatsächlich um die Vorfreude berührt zu werden, wenn 50 Studenten ans Bett treten. OK, ganz so hoch war die Gruppenstärke nicht. Aber schon wenn du mit Weißkittel den Raum betrittst, geht der erste Blick auf deine Hände, die garantiert kalt sein werden, so viel ist jedem Uniklinikpatienten klar, kalt wie Glas und genauso anschmiegsam. Aber wer in die Uni will, muss mit Studenten rechnen. Auch als Privatpatient. Tja, das Leben kann schön sein. Jedenfalls gehörte zu den Trockenübungen das Probetrommeln an Fässern zum Abschätzen des Füllungszustandes, um allmählich annähernd lockere Hände zu bekommen. Die Grenze zwischen Deprivation und Fürsorge ist eben fließend.
https://katjabuecking.tumblr.com/post/158468408492

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