Samstag, 18. Juli 2020

Gleichberechtigung 21:55 Gute Zäune erhalten die Nachbarschaft. Sie ersetzen manchmal die wärmsten Hände. Jeder hat das Recht auf seinen eigenen Heldentod, auch wenn du ihm dabei nicht ausweichen kannst. Es ist sein eigener kleiner Scheißmoment, bis er dich um das bittet, was ihm tatsächlich nützt. Überlastung ist unübersichtlicher, je mehr dich gleichzeitig unabhängig voneinander entlasten.
Überlastung 30.9. 2016 um 15:43 auch bilanziert nur selten zu verallgemeinern, nicht mal ihr Trend. 1:38 Stelzender Selbstzweifel, dem du dich nicht mal nach sieben Monaten Pissoirdienst ausliefern würdest.
Selbstzweifel 1:46 Max Frisch schwärmte von der eigenen Bescheidenheit. Das einte ihn mit Adolf Eichmann. Ingrid Bachmann mochte beide weniger, als es ihrer Ehe gut getan hätte, benannte aber den ach so kollegialen Eichmann nicht unmittelbar in ihrer Prosa, wenn es um beunruhigende Zeitgenossen ging. Frischs Südamerikareisen ließ sie weitgehend unkommentiert. Das lässt den Bachmannpreis auch heute noch stubenrein ebenso anmuten wie die skandinavische Sprengstoffstiftung, von der sich sogar Dylan auszahlen ließ.
Dylan 1:58 In ihm nach Pete Seeger zu suchen ist genauso müßig wie Seele im Nihilismus zu vermuten. Hab tatsächlich minutenlang einem Fremden zugehört ohne Hoppes Mephistogegenüber in ihm wiederzuerkennen, so sehr quoll der blanke Hass aus ihm. Dem muss Wien zu eng geworden sein, dass er sich nach Deutschland verirrte. Ich gönne ihm den Kurz von ganzem Herzen. Dessen Mitleid ist das schärfste Schwert, das Brandauer jemals treffen wird.
Eichmann 2:02 Pionier des Transplantathandels
Schöpfergott 2:10 Deutsche Teaser zu lesen lohnt selten: Jeder Cliffhänger ist instruktiver als dieses vorzeitige Verenden des Angekündigten im verlinkten Konfabulat. Selbst MarieKondo ist mit ihrem Vorabversprechen für das Kommende bodenständiger. Die Zeit, in der du die Zeit des Lesers noch respektiert hast, ist offensichtlich längst vorbei. Mittlerweile zählt nur noch das Herauskristallisieren von stereotyper Aversion als Kult. Und um zu erkennen, dass das Dargebotene dem Darbietenden missfällt, genügt der Teaser vollkommen. Er ist zum Liesmichnicht verfratzt. Du siehst förmlich Pilawas Kräuselnase hinter den Zeilen, der hofft, mit seinem Herrenausstatter das Maß an Spontanität zu finden, der wenn schon nicht seinen Lesern so doch Quizinteressierten gerecht wird. Manchmal hoffe ich sogar, dass die Moderatoren die Fragen wenigsten Sekunden vorher bereits zu lesen bekamen, um mögliche Antworten wenn schon nicht zu ahnen, so doch zumindest zu verstehen. Aber ich befürchte, dass es um die Quizsendungen ähnlich traurig steht wie um die Teaser der Onlineredaktionen. Wenn es jemand tatsächlich wagt, dem Link zu folgen, so wohl am ehesten der Anzeigenkunde, der ängstlich den Kontext zu kontrollieren versucht, in dem er sein Geld verpulvert hat. Es hat etwas von Casinoathmosphäre, wenn du dann trotzdem noch ein zweitesmal in Kundenaufmerksamkeit investieren solltest. Programmatisch wäre nicht mal das CMS. Es lädt förmlich zum Verramschen und Zumüllen semantischer Suchoptionen ein. Ich bin gespannt, wann wenigstens die Bildunterschriften automatisiert Bildern zugeordnet werden, um Bildinhalte auch per Google zu tasten. Bis Cortana den einzelnen Podcast erobert, vergehen noch Jahrtausende. Diesen redaktionellen Unmut in Artikel13 ummünzen zu lassen traue ich am ehesten dem Hamburger Googleteam zu, das so Kundenwünsche mit der Nazikeule abzufedern versucht.

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