Sonntag, 5. November 2017

berührt. windspiel
Wahn 7:17
”JEDER AUGENBLICK IST SO SCHÖN, WIE MAN IHN SIEHT.
JEDER MOMENT SO EINZIGARTIG, WIE MAN IHN EMPFINDET.

JEDER MENSCH SO WICHTIG, WIE MAN IHN IM HERZEN HAT.“



nett

Beim ersten und letzten Bombenalarm, den ich selbst miterlebt hatte, waren alle gleichermaßen weit weg. Als Fröhlich Jahrzehnte später in der Straßenbahn neben mir saß, erinnerte ich ihn an seine Geschichten, die er erzählte, während wir auf die Detonation warteten. Da war der Moment wieder da - total wirr. Straßenbahngeschichten ... Scheißsauerstoffanlage, war alles was ich dachte, und warum Druckluft nicht vielleicht doch genügt. Die hätte ich auch mit Rubensbeutel aus der Zimmerluft per Hand erzeugt und wäre nicht auf dieses verdammte zentralisierte Pool angewiesen, neben dem die Bombe angeblich platziert war. Jede Schießerei scheint daneben lächerlich zu sein, wenn bereits Evakuierung tödlich ist. Einen Toten gab es tatsächlich - einen 19-Jährigen. Der hatte gleich mehrfach Pech: Als Teenie aus Russland in Dresden den Grundwehrdienst absolvieren zu müssen, dabei auf der Stauffenberger Panzer navigieren zu müssen, damit sie die Querstraße nicht verpassen und dann von einem russischen Auto erfasst und mitgeschliffen zu werden, traumatisiert sogar Jugendliche. Dann aber auch noch während Bombenalarm direkt neben der Sauerstoffanlage im Fahrstuhl steckenzubleiben, lässt sich dann doch nicht mehr als göttlicher Zufall erklären. Da braucht es schon noch ein paar Irre. Die ersten frustrierten Nachwendearbeitslosen waren das, die eben mal kurz in der Uniklinik angerufen hatten, bevor sie sich auf die Seite drehten um weiterzuschlafen. Die nächste Evakuierung hab ich genauso verschlafen wie Nina "ihren" Tsunami.

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