Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337) § 6 Befreiung von der Versicherungspflicht
Von der (Renten-)Versicherungspflicht werden befreit 1. Beschäftigte und selbständig Tätige für die Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit, wegen der sie aufgrund einer durch Gesetz angeordneten oder auf Gesetz beruhenden Verpflichtung Mitglied einer öffentlich-rechtlichen Versicherungseinrichtung oder Versorgungseinrichtung ihrer Berufsgruppe (berufsständische Versorgungseinrichtung) und zugleich kraft gesetzlicher Verpflichtung Mitglied einer berufsständischen Kammer sind, wenn a) am jeweiligen Ort der Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit für ihre Berufsgruppe bereits vor dem 1. Januar 1995 eine gesetzliche Verpflichtung zur Mitgliedschaft in der berufsständischen Kammer bestanden hat,Hab samstags in der skandalträchtigen "Salome" gesessen und meine Nachbarn ausgehorcht: Andreas Berger antwortete auf meine Vorab-Frage, ob er sich für die Angelegenheit wie Oscar Wilde hätte einsperren lassen, mit Schulterzucken. Pavel Horník, eigens aus Prag angereist, bestätigte vor Beginn der Oper, dass sie auch daheim kaum aufgeführt wird. Boris Gruhl quittierte den Abend mit "Naja". Mein Text wurde nicht verwendet.@bulgerina Was verstehst du unter Vorgangs- und Datentransparenz?— Christine Salzer (@ChristineSalzer) 26. September 2016

Hab meinen Kühlschrank noch nie so leer gesehen. Auch die Blogfotos laden nicht mehr auf Anhieb. Dafür sind die Augenringe weg. Authentizität ist etwas Wunderbares. Ungefiltert statt seo-orientiert schreiben zu können, ist unbezahlbar. Schade nur, dass die Assoziations-Blaster-Chronik gehackt wurde: Sämtliche Permalinks sind nur noch Hausnummern. 16 Jahre futsch.
20:00 Hirnabweichung. Plastizität ist etwas Wunderbares.
20:09 Wunderbares. Minimalismus lohnt immer wieder. Wenn du denkst weniger geht nicht, siehst du plötzlich, was alles bislang überflüssig war. Jeder Kontakt kostet Energie, die woanders fehlt.
Minimalismus.
29.12. 2015 um 07:08 drinnen und draußen eindeutig abgrenzen zu können
20:16 Der Moment, von dem an Nähe kein Fluchtgrund mehr ist.
Hier der Grund dafür, dass ich auch ohne Disy- und Knochenmarkspendevereins-Zeugnis wieder ruhiger schlafe - denn was nützt das beste Zeugnis, wenn der Job selbst mich dann nur krank macht. Zwei Tage sind vergangen ohne dass der Text online steht. Die längste Zeit bislang überhaupt, die ich je für etwas Eigenes statt für Geld zugewartet habe:
Gänsehaut-Garantie in der Semperoper.
Oper Salome. Richard Strauss
Diese Spielzeit eröffnet mit der achten Neuinszenierung von „Salome“. Das Ursprungsstück stammt von Oscar Wilde, der es 1891 für Sarah Bernardt schrieb. Er beschrieb sie anfangs als Kindfrau auf der Suche nach Liebe, verzerrte die Figur aber alsbald zur männermordenden Verführerin – eine Sicht, die wiederholt mit Zensur und Verbot belegt wurde. Er erzeugte das lieblos lüsterne Bild einer Familie ohne Geborgenheit und Wärme, in der Stiefvater König Herodes und Mutter Herodias vollkommen versagten.
Strauss sah Wildes Horrorvision bei Max Reinhardt in Berlin, vertonte sie und brachte die Oper mit Ernst Schuch 1905 im Königlichen Hoftheater, der heutigen Semperoper, zur Uraufführung. Es wurde Skandal und Erfolg. 106 Musiker der Königlichen Hofkapelle, jetzt Staatskapelle Dresden, stellte Schuch bereit, darunter bis zu zehn Schlagwerker. Viele der Musiker sind so auch heute noch gezwungen Ohrenstöpsel zu tragen. Die Uraufführung dominierte Marie Wittich. Die bodenständige Dame lehnte es im Gegensatz zu Christel Goltz und Lise Karlsson ab den Tanz der sieben Schleier zu tanzen. Christel Goltz hingegen wusste Mary Wigman hinter sich.
Ausgangspunkt für Wildes Fantasie ist die Passage aus dem Markusevangelium, in der Herodes Johannes den Täufer ergreifen und enthaupten lässt, nachdem der aus der Zelle heraus mehrfach Salomes Mutter verflucht und bedroht hatte. Da Herodes seine Stieftochter vergötterte, war er bereit für einen Tanz von ihr alles zu geben, worauf ihre Mutter den Kopf des gallig Fluchenden rollen sehen wollte, was Salome verstand. Also wünschte sich Salome dessen Schädel.
Oscar Wilde wiederum verklärte das erbarmungslose Geschehen einer Nacht zum sinnlichen Gemetzel, bei dem aus dem traumatisierten Kind jäh eine verletzt rachsüchtige Frau wurde, die in ihrer sich nach Liebe verzehrenden Kompromisslosigkeit die in Deutschland herrschende Ex-&-Hopp-Vorkriegsstimmung ahnen lässt, der sie auf der Bühne erlag: „Man töte dieses Weib“, beendet ihr Stiefvater die Angelegenheit, quittiert vom dresden-typisch tosenden Beifall.
Eindrucksvoll auch die grotesk wirre Debatte vordem darüber, wie groß die Lobby des Querulanten sei. In der formiert sich eine Hackordnung unter den anwesenden Männern, der sich offensichtlich auch der in den Königsstand eingeheiratete Herodes nicht durch Tanz entziehen kann. So wundert es nicht, dass weder die von ihm vorab zur Witwe gemachte Herodia noch die von ihr mit Herodes‘ Bruder gezeugte Tochter Salome ihre Interessen durch ihn vertreten sahen und von ihm bedrängt Blut fließen sehen wollten und zwar das Blut dessen, den er am meisten fürchtete.
Furcht, Zorn und Hass dominieren das Stück, das sich größtenteils im rosig ausgekleideten Kinderzimmer der Schönen abspielt. Wäre es die Uraufführung, ließe es sich mit Schuchern abtun. Aber wir leben nicht im Jahr 1905.
20:57:40 Uhr überKomfort |
21:00:30 Uhr überLeuchtturm |
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