Mittwoch, 9. August 2017

Schlingensief ist weg :(

From: christinesalzer@web.de
Sent: Wednesday, August 9, 2017 12:43 PM
To: service@kvsachsen.de
Subject: Kurzkrimi :(

Hallo,

im September bekomme ich eine Einweisung in meine Rechte und Pflichten als psychiatrie-erfahrener Patientenvertreter in der Zulassungskommission für Ärzte in Dresden. Vor dieser Einweisung wende ich mich in eigener Angelegenheit an Sie. Ich bin Arzt mit Ruhendanordnung und arbeitsloser Medizinjournalist. Meine Ergotherapeutin wünschte mir am Montag, dass ich entdeckt werde. Was sie damit meinte, war mir unklar. Vordem hatte ich Martin Roth, den sie als schwerkrank einordnete, nicht gerade wertschätzend beschrieben. Ich sagte: “Das ist der Mann, der die meisten Überwachungskameras nach Dresden gebracht hat. Jetzt ist er in einer überwachungsfreien Zone.” Ihrem Wunsch nach Entdeckt-Werden fügte sie hinzu, dass erstaunlich viele Menschen Stimmen hören würden.

Nun der eigentliche Anlass meiner Erregung:

Einen Tag später rief eine Angestellte meiner langjährigen Frauenarztpraxis an, dass mein Befund ein weiteres Gespräch erfordere, es sei eine Entzündung zu beobachten. Sie wollte mich in acht Wochen wieder sehen. Ich sagte, dass ich den Befund gern sehen will und vereinbarte dazu heute Vormittag einen Termin. Uwe Hommel machte einen erneuten Abstrich und ordnete den Vorbefund als Krebsvorstufe ein, betonte dabei aber, dass Krebs nicht in Entzündung und Entzündung nicht in Krebs übergehe. Außerdem ergänzte er, dass das nicht SCHLIMM sei. Ich bat ihn, das Wort SCHLIMM zu vermeiden. Daraufhin wiederholte er es in einem erneut verneinenden Zusammenhang und verstärkte auf diese Weise das Engramm SCHLIMM.

Daraufhin bat ich ihn um den Befund. Den druckte er auf formlosem Papier aus. Daraufhin bat ich die Arzthelferin um die Visitenkarte des befund-erstellenden Labors, bekam aber nur eine Haftnotiz mit handschriftlichen Daten.



Beim Googeln ließ sich den Daten zwar eine psychosomatisch tätige Frauenärztin zuordnen, aber es gab keinen Hinweis auf ihre Labortätigkeit. Dadurch etwas verunsichert rief ich in der Laborpraxis an, zumal die Claudia Kaiser denselben Vornamen hat wie die Frau, die mir den Vater meiner Kinder ausgespannt hatte und wegen der ich ein Jahr lang zwangsuntergebracht worden war. Die heißt Claudia Merbeth-Schote und ist Ergotherapeutin. Deshalb hatte ich auch lange gezögert, die Therapieform Ergotherapie erneut zu nutzen.

Ich rief also in der Laborpraxis Claudia Kaiser an. Es meldete sich Frau Vetter. Ich bat sie, den Originalbefund sehen zu dürfen, worauf sie entgegnete, dass sie nur die Kopie vorzuliegen habe, die Zuordnung eindeutig sei und dass der Wortlaut mit dem von mir telefonisch verlesenen übereinstimme. Ich wies sie auf Paragraf 10 Absatz 2 der MBO-Ä hin, woraufhin sie mir das Recht nicht verwehren darf, dann die Kopie zu sehen und zu kopieren. Daraufhin behauptete sie, dass sie das nur nach Absprache mit der Ärztin dürfe, die im Urlaub sei. Ich fragte sie daraufhin, wer den Befund dann erstellt hat. Das habe sie getan und mit der Ärztin abgesprochen. Der Befund sei am Freitag, dem letzten Arbeitstag der Ärztin erstellt worden und frühestens am Dienstag nächster Woche für mich verfügbar, sie riskiere sonst ihre Entlassung. Auf meinen Einwurf, dass ihr Vorgehen nicht transparent ist, wenn sie und die Ärztin tatsächlich per Unterschrift den Befund freigegeben haben, war eine zweite Stimme im Hintergrund hörbar, obwohl sie behauptete allein zu sein und lediglich Termine vergebe. Die zweite Frauenstimme forderte sie auf aufzulegen, nachdem sie lediglich die Postanschrift, aber nicht die Webseite zu nennen bereit war. Ich solle danach googeln, forderte sie mich auf.

Meine Krankenkasse befürwortet eine zweite Meinung einzuholen.

Auf dem Weg klopfe ich bei Ihnen an und hoffe auf Ihre Aufmerksamkeit, zumal ich selbst in meiner Zeit als Assistenzarzt für Anästhesie direkte Wege auch bei der Weitergabe von Schnellschnitten zu schätzen gelernt habe, die sich aus Automatismen ergebende Missverständnisse noch vor Brustamputation ausräumten.

Falls ich zu verwirrend schreibe, sortiere ich den ersten Schreibfluss gern neu. Ich hab bereits mit Herrn Stolle von der KV Sachsen einen geduldigen Zuhörer gefunden. Daher meine Hoffnung auf Ihre Aufmerksamkeit.

Alles Liebe
Christine Salzer

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Grit