Dienstag, 28. Januar 2020

23:17 wo seht ihr grenzen von antifaschismus und kommunismus? was bedeutet euer anspruch für eure eigene kommune und für eure bereitschaft zuzuhören? wie geht es euch beim entgegentreten? seht ihr dann noch den ganzen menschen oder zoomt ihr auf? und wenn ihr noch den ganzen menschen seht, wie lehnt ihr ihn dann ab? welche grenze gibt euch dann den meisten halt um eurer eigenen überzeugung treu zu bleiben und nicht missbraucht zu werden für etwas, was euch widerstrebt? wann erlebt ihr diesen widerstand als leistungsdruck? wie viel chorusline braucht ihr, um euch trotzdem noch selbst wahrzunehmen und nicht nur teil der bewegung zu sein? wie intelligent, wie angepasst muss der gegenüber sein, um nicht als ungute gegenbewegung abgewatscht zu werden? wie spielerisch erlebt ihr fußball? würdet ihr jemanden weniger intensiv wiederzubeleben versuchen, wenn ihr wüsstet, dass ihr ihm egal seid?

Altenberg 3:39 Die Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg gilt als eine der gefährlichsten der Welt. Den Mende zu sehen, brauchst du keine Bildunterschrift, um die Familie zu ahnen. Das Grinsen ist einmalig. Glück kann so einfach sein. Es ist so blumig wie der Fetscherplatz es mal war, als der Mende dort verkaufte.

4:29 die geschichte liest sich interessant. beschäftigt sie deinen jungen schon lang? zahlen können trance-einstieg sein und so den zugang zu sonst beunruhigend schmerzhaftem bahnen und kurzstreckig zu regredieren um neue träume zu finden. aber ich hab auch ausgerechnet während der bse-krise am hygienemuseum interessengruppen zu psychischer gesundheit auffinden müssen und weiß, wie schwer es ist sich leistungsdruck zu entziehen. deshalb finde ich seine idee nach der trennung gut, ab und an dösend mit ziffernfolgen zu spielen um seine tagesstruktur aufzulockern, obwohl 666 nicht mein zugangsweg wäre. gestern bin ich zwischen zwei obacht-fahrzeugen durchgeradelt, deren fahrer sich grad absprachen, der eine hatte die 666 sogar im autokennzeichen. das sah ich aber erst, als er mich überholte. sie unterhielten sich über schritte. ich war froh, dass ich im sattel saß und hatte das auch grad mit der ergotherapeutin durchgesprochen, was im sattel sitzen für mich im alltag bedeutet. open dialogue hilft mir sehr gesprächsfetzen als wohlwollend einzuordnen. magst du dich damit beschäftigen? die finnen haben viel erfahrung damit. kognitive verhaltenstherapie zu verordnen geht nur, wenn er es mag. zwangstherapie traumatisiert. wenn er schrittweise wieder freude an selbstfürsorge gewinnt, hast du viel erreicht. trennung schmerzt. es ist zwar blöd für alles eine formel zu entwickeln, aber bei trennung geht man davon aus, dass die trauer ein drittel der dauer der beziehung einnehmen wird. du wirst also noch etwas geduld brauchen, falls ich die geschichte als solche auch nur ansatzweise richtig ahne. irgendwann findet er stabilisierende gedankenketten, die ihm so viel halt geben, dass er sich wieder erinnern kann - ohne medikamente ist der prozess für dich leichter nachvollziehbar. er ist noch in gedanken.
5:19 anticholinerges summiert sich schnell. die kunst sich auf weniges zu beschränken, um den überblick zu behalten, setzt kontinuität voraus. ich hab eine anästhesieausbildung gemacht, bin selbst patient und weiß deshalb wie schwer es ist, die therapien abzuspecken um soziale kontakte nicht zusätzlich zu versanden. besonders sitagliptin beunruhigt mich. meine mutter ist wesensverändert seither und verfällt zusehends. es ist ein appetithemmer, der offensichtlich auf vielen ebenen angreift. wenn du dann nicht rauskommst, macht das angst.

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Dann muss die Ukraine ja regelrecht aufblühen, seitdem keine Russen mehr dort um politisches Asyl bitten. @blackrock https://t.co/WCoNu3nYO...