Freitag, 17. Januar 2020



du 15:20 Dass es den generellen Schießbefehl an der DDR-Grenze nicht gab sondern lediglich eine Schusswaffengebrauchsbestimmung, erklärt warum ich ahnungslos durchs Niemandsland latschen konnte ohne vom entgegenkommenden Armeefahrzeug plattgemacht zu werden. Immerhin ahnte ich, dass da irgendwo ein Terrain beginnt, dass nicht gerade trittsicher sein wird, und war deshalb für den Hinweis dankbar. Der Tipp fehlte mir beim Bouldern und im Brandungsgeröll neben Martin, der ist eher panikstarr in solchen Momenten. Die waren eben ortskundig. Wer schildert schon jeden Baum aus, nur weil Wald nicht einzuzäunen ist? Der ist einfach grün und nicht bloß Grenze. Aber Tretminen sind trotzdem Scheiße und das nicht nur für Menschen. Die konnten tatsächlich sämtliche Wohnungstüren unverschlossen lassen. So viel Security hat keiner so schnell in der Küche wie dort. Aber ob die dafür Nachschlag bekamen? Die Hallenserin, die letzten gamescommäßig niedergemäht wurde, wäre neben Martin wahrscheinlich ständig Epilepsietrigger gewesen. Es ist schon kompliziert, wenn man das Leben zu spielerisch betrachtet. Der andere erlebt sich dann als Permanentrettungskette. Irgendwann lässt er dann einfach los und erntet natürlich den befürchteten Shitstorm, denn Retter sind Retter, Punkt.

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