Mittwoch, 29. Januar 2020

Spleth 6:40 hab ihn gestern gehört, während parallel ein video lief. es war als ob ich im unterricht ein buch unter der bank lese - einerseits die große sehnsucht nach nähe zum geschehen andererseits diese irrationale eile etwas anderes zu verpassen wenn ich es jetzt nicht in genau diesem moment wahrnehme. es hat etwas mit dem herantitrieren an die eigene mitte zu tun. hab seine stimme anders wahrgenommen als sonst. trotzdem war sie schutz bei dem, was ich da sah. da saß eine frau, die erst gegen ende der sendung angesprochen wurde und die einer verwandten ähnelte. die ähnlichkeit war so ausgeprägt, dass ich sie mir nicht nur durch das styling allein erklären konnte. da tat spleths stimme gut. sie verschaffte dem moment etwas normalität.
Normalität 6:50 "86 Prozent Wiedererkennungswert auf der Straße sind Bundeskanzlerstatus", sagt Marlene Tackenberg, wenn sie sich an ihre Zeit mit Tic Tac Toe erinnert. Diese 86 Prozent spüre ich nicht mal, wenn ich SWR3 einschalte und das höre ich seit Jahren. Sehen und Hören ist eben doch zweierlei. Ob ich die Merkel tatsächlich in 86 Prozent der Alltagssituationen als Bundeskanzler wahrnehmen würde, sobald ich es mir vornehme, bezweifle ich trotzdem stark. Es gibt bei aller Liebe zur Konzentration noch genug Leute, mit denen sie zu verwechseln ist. Die Marlene zum Beispiel hab ich in Voyager gesucht.
Alltagssituationen 7:12 Hab »meinen« Edeka-Kassierer damit konfrontiert, dass ich an ihn denke, wenn ich SebastianMüller höre. Besonders verzweifelt sah er nicht aus. Er trug es mit Fassung. Offensichtlich ist er nicht so schnell zu verunsichern. Das tut gut.

7:09 5 kg?! wie kann man ein schulkind für ein foto nackt auf eine babywaage setzen :( journalisten sind schlimm! ohne audiodatei ist das pervers.



Alltagssituationen 7:55 die ägyptische sissi erscheint nicht zum opernball. aust hat sie nicht ein-, aber auch nicht ausgeladen. frey war so frei. dieses brot.
Sissi 8:00 die buchstabenfolge zu lesen ohne törkott rascheln zu hören ist mindestens so ernüchternd wie lislponger beim semperopernball zu begegnen, ohne sofort das klo zu erreichen. das leben fühlt sich dann so taub an wie ein sattelblock.
Ferdinand 8:20 Der natürliche Feind des Ameisenbärs
ameisenbär 8:33 pro7kretinsky bekommt vier milliarden euro für seine investition in der lausitz? da wird sich tillich aber freuen und dulig erst. so ein netter zufall.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

Ist der Dativ Absicht? Oder war das wer wen wem nur zum Innehalten gedacht? Mir ist bewusst, das jemand, der als 33jähriger in der Psychiatr...