Freitag, 18. September 2020

0:07 Die Wende war für mich schlimmer. Ich hatte grad die Doktorarbeit begonnen, die dadurch sinnlos für mich wurde: eine epidemiologische Studie zum chronischen Schmerz sollte es werden. Mit der Wende wich der chronische Schmerz der Angst vor Arbeitslosigkeit und damit der Relevanz von Depression. Ich war zwar in der Bioinformatik, hatte die Zäsur aber trotzdem nicht vorhergesehen. Die Maueröffnung war das Aus für mein Thema, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
0:39 Wie steht das Kind zur Maske? #Biometrie #Simcity
bürgerfreundlich 1:10 barrierefrei
barrierefrei 1:14 Ich hatte Masken in den 90ern kaum wahrgenommen. Bittersweet Simphony erinnert mich heute noch dran. Ich kam in meinem eigenen Leben eher zufällig vor - überall eingetaktet in Wertschöpfungsprozesse. Angeblich ist das das Erstrebenswerte. Aber die Anzahl der Ereignisse pro Zeiteinheit war einfach zu dicht. Dagegen war Internet Erholung. Alles spielte sich dort auf lediglich 17 Zoll ab. Luxus pur. Trotzdem musste ich selbst da die Anzahl der gleichzeitig geöffneten Fenster zu begrenzen lernen. Hab heute Snowden gesehen. Sich selbst von draußen zu sehen muss komisch sein, besonders für Hypochonder.
Zettelwirtschaft 8:00 Loseblattwerk

Wer von Vergiftung seines Gegenübers spricht, sieht dessen Situation immerhin noch optimistischer als beim Diagnostizieren seiner sich daraus ergebenden Stoffwechselerkrankung. In Deutschland liest man dann "nach [langer] schwerer Krankheit". Aber Deutsche hatten auch ihr Stalingrad als schwer gedeutet: Man kenne die Schritte des Anderen.

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Ist der Dativ Absicht? Oder war das wer wen wem nur zum Innehalten gedacht? Mir ist bewusst, das jemand, der als 33jähriger in der Psychiatr...