Mittwoch, 21. Dezember 2016

Abschiebung

Geht es um den Flüchtlingsstatus an sich oder um das fehlende Greencard-Äquivalent für Europa? Auswandern nach Europa und Flucht nach Europa ist zweierlei. Das eine ist langfristig, das andere überstürzt. Es muss die Möglichkeit geben online die Einwanderung nach Europa ähnlich der Einwanderung in die USA zu beantragen. Dann erübrigen sich überflüssige Wege. Gestern Abend dachte ich wieder daran, als ein Flixbusfahrer versehentlich meine Familie, die unterwegs zu mir war, ohne Gepäck aussetzte. Es dauerte Stunden, bis ich begriff, dass ich nicht die zentrale Hotline brauchte, sondern das es hier bei mir in meiner Stadt ein Flixbusbüro gibt, das kompetente Antworten zu geben imstande ist. Von dem Moment an wurde alles einfach. Wo es funktionierende deutsche Botschaften vor Ort gibt, ist der überstürzte Aufbruch ohne Visum oder Einwanderungszusage schwer zu verstehen.

Ich finde es sinnvoll, sich an Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu orientieren. Wenn es sogar für Ortsunkundige möglich ist Kabul aufzusuchen, warum sollte das dann nicht für Einheimische gelten? Die können ihre Belange dann in vertrauter Umgebung und vielleicht sogar in ihrer eigenen Landessprache ohne zentralisierte Unterbringung klären. Es ist nur immer wieder erschütternd für mich wie lange es dauert, bis in Damaskus ähnlich effektiv betreut wird wie in Kabul, obwohl dort kein einziger Regierungswechsel stattfand und der diensthabende Außenminister sogar in Europa Botschafter war.

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11:48 wenn die sprechen könnten, wäre das foto wahrscheinlich weniger schön. Auftritt 11:45 franz liebte sie bis in den tod. fast wäre er...