Samstag, 31. März 2018

Spleth 21:23 »schwer zu sehen«, hat der grad gesagt, als ich etwas geschrieben hab. komisch. manchmal höre ich ihn tatsächlich. aber verstehen tue ich ihn trotzdem nicht. dazu müsste ich ständig zuhören. vorgestern hatte die tücking die webcam an, sodass ich ahnen konnte, was sie sah. es ist eine fremde welt dort. angenehm fremd. ich bin froh, dass sie fremd ist und fremd bleibt. schade dass new york village radio seit dem 11. september 2001 nicht mehr sendet. das war noch angenehmer. die hat es regelrecht weggebombt. robertchristmann dem kiez zuzuordnen, tat gut. als dann claudiakoreck von new york sang, machte das den sender zwar nicht mehr heil, ließ aber den alltag ahnen, der mir inzwischen derart abhanden gekommen war.



ich seh das flugzeug und alles ist einfach, denk an die entfernungen innerhalb von new york und überlege, ob ich da je sein mag. 1999 bin ich roy john in deutschland begegnet und wollte ihn tatsächlich in new york besuchen - ein april sollte es sein. ich wollte früh um sieben die freiheitsstatue überfliegen, die aufgehende sonne im rücken. geblieben ist die sehnsucht, dass seine these von der übereinstimmung von narkoseaufwachphase und demenz dazu führt, dass die medikation in deutschen pflegeheimen behutsamer erfolgt. ein traum ist eine sehnsucht getragen von einem bild, einem papierflieger. roy werkelte auf der 1st ave. und ähnelte in verwirrender weise giora feidman. vielleicht war es auch nur, das sie in dem jahr die gleiche abgewetzte  samtjacke trugen. du hast gesehen, dass er mit jedem dollar rechnete. ich werde nie den moment vergessen, als er neben bernd lachmann saß und mit ihm baum reden hörte. ich war tatsächlich mittendrin - luftlinie zwanzig zentimeter. lachmann hatte grad von xenon erzählt, das er für narkosen nutzen wollte. es waren minuten zum träumen. die drei streiten zu hören, machte glücklich. glücklicher als jede narkose.

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