Freitag, 22. September 2017

On Air: Heute schon ganz Quote gewesen Auge in Auge mit deinem Idol?


7.5. 2015 um 20:33:22 Uhr über

schlicht

elitär
Elitär 10:29 KZ
kz 9:20 Sterberate von dementen Patienten im Akutkrankenhaus deutlich erhöht 11:05 Gelassenheit lohnt.
Gelassenheit 5.1. 2015 um 22:15 schlaf tut gut. hab heute dadurch mehrere anrufe verpasst, ohne sie im einzelnen zuordnen zu können, bin aber herrlich ausgeruht. 24.2. 2015 um 4:42 frieden
Frieden 11:10 Grenzen wahrnehmen und akzeptieren
akzeptieren 11:13 Distanz bei Interessendivergenz
Interessendivergenz 5.7. 2017 um 21:42 Umstand, der jedes Wir zum monarchoiden Plural verfremdet 11:16 Fremdgefährdung
Fremdgefährdung 11:17 SUV unter Tavor

Qualitätssicherung beim Terminvergabesystem

Seit Jahren halte ich mein Gesicht mit der Kamera fest, seit kurzem sehe ich mich sogar selbst in der Webcam, um meine eigene Müdigkeit seltener zu übersehen. Parallel dazu rüste ich meinen Alltag Schritt für Schritt ab, um allmählich bei mir selbst anzukommen.

Entschleunigung ist neben dem Akzeptieren von Grenzen das für mich zentrale Thema, nachdem ich begreifen musste, was es bedeutet, wenn der eigene Vater als EbenNochTeenie per Jagdfliegerei seinen Berufsalltag begann. Er verband diesen Umstand damals mit mehrfachen psychiatrischen Zwangseinweisungen für mich im Vertrauen auf seine Bauchentscheidungen. Zuzuwarten war er nicht gewohnt, hatte es auch nie gelernt.

Der Weg zu einer von mir selbst als Normalität eingeordneten Langsamkeit war denkbar weit und hat mich unter anderem zwanzig Jahre im Krankenhaus zubringen lassen, zumal ich idiotischerweise zu der Überzeugung gekommen war, Intensivtherapie leisten zu wollen und damit maximierte Nähe zuzulassen.  Die gipfelte im anästhesiologische Standby beim wachen Patienten in der neurochirurgischen Stereotaxie - einem Himmelfahrtskommando bezogen auf den eigenen Serotoninhaushalt.

Ein erstes Innehalten ergab sich für mich durch Word for Windows, das die Buchstabenfolge ITS bereits beim Schreiben immer wieder in IST transferierte, sodass ich mit den Mitteln, die mir daheim am Waldrand zur Verfügung standen, ähnliche Effekte zu erzielen versuchte, wie sie Intensivtherapie ermöglicht, und Gruppe als Ressource zu schätzen lernte.

Das wiederum heißt nun noch lange nicht, dass ich die Menge suche, sondern dass ich mich nicht mehr als Endstation mit sämtlichen damit verbundenen Verantwortlichkeiten für meinen Gegenüber begreife und stattdessen mehr auf meine eigene Müdigkeit achte, die mich zunehmend vor Überlastung schützt. Müdigkeit und Durst sind so meine besten Freunde geworden, die mich vor übergroßer Nähe schützen.

Inzwischen bin ich Patientenvertreter in der Zulassungskommission für Ärzte in Dresden und plane den Abschluss als Genesungsbegleiter bei EX/IN auf Basis der Berufsunfähigkeitsrente der Sächsischen Ärzteversorgung, die mir ein Leben in Grundsicherungsnähe ermöglicht, solange ich nicht ärztlich und lediglich in Teilzeit arbeite.

Qualitätssicherung beim Terminvergabesystem kann Mitleid am effektivsten ersetzen.

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11:48 wenn die sprechen könnten, wäre das foto wahrscheinlich weniger schön. Auftritt 11:45 franz liebte sie bis in den tod. fast wäre er...